Eine Gruppe von sechs Menschen, darunter Frauen und Männer verschiedener Hautfarben, sitzt um einen Holztisch. Sie lachen und unterhalten sich bei einer Tasse Kaffee oder Tee. Der Raum ist gemütlich eingerichtet mit Holzmöbeln, Wanddekorationen und einer freundlichen Atmosphäre.
Grafiklogo mit stilisierter Zeichnung von zwei Menschen, die sich die Hand geben, in einem blauen Kreis, daneben das Wort 'oase' in großer Schrift und der Text 'Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel'

Beratungsstelle für betroffene
von menschenhandel

In der Beratungsstelle Oase beraten und begleiten wir Betroffene von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, geflüchtete Frauen aus afrikanischen Herkunftsländern, die geschlechtsspezifische Gewalt erlebt haben, sowie Frauen, die von FGM_C (weiblicher Genitalbeschneidung) betroffen oder bedroht sind.
Unsere Arbeit basiert auf einer wertschätzenden, akzeptierenden und respektvollen Haltung gegenüber jeder Person, die Unterstützung sucht. Der Schwerpunkt liegt auf der Beratung und Begleitung von Frauen aus Drittstaaten.

Identifikation

von Betroffenen

Um Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind, wirksam unterstützen zu können, müssen sie zunächst identifiziert werden.

Hierfür arbeiten wir eng mit dem Hilfesystem zusammen, führen Schulungen zur Identifizierung Betroffener von Menschenhandel durch und sind im Austausch mit den Behörden.

Nach einer Identifizierung stehen verschiedene Hilfemaßnahmen zur Verfügung. Diese orientieren sich am individuellen Schutzbedarf und an den Wünschen der Betroffenen.

Dazu gehören:

Person in roter Jacke mit Kapuze sitzt in einem Wohnzimmer, umgeben von schwarzen Sofas mit Fellkissen, vor einem Fenster mit hellen Vorhängen, auf einem Couchtisch mit bunter Decke.

Teilnahme an Gruppenangeboten

Psychosoziale Beratung und Begleitung

Weitervermittlung an spezialisierte Hilfsangebote

Anbindung an therapeutische Begleitung

Unterbringung in unserem Schutzhaus

Asylrechtliche Beratung und Begleitung

Schutzhaus

Gemütliches Wohnzimmer mit schwarzen Sofas, mit Fell- und Musterkissen, weißen Wänden, Holzbalken an der Decke und dekorativen Vasen mit Blumen auf den Holzregalen.

In unserem Schutzhaus finden bis zu sieben von Menschenhandel betroffene Frauen und ihre Kinder ein sicheres Zuhause.

Ein besonderer Fokus liegt auf Frauen aus westafrikanischen Herkunftsländern, da sie besonders häufig von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung betroffen sind.

Das Schutzhaus bietet einen geschützten Raum, in dem die Frauen zur Ruhe kommen, neue Kraft schöpfen und Perspektiven für ein eigenständiges Leben entwickeln können. Während ihres Aufenthalts werden sie eng und individuell von uns begleitet.

Im Durchschnitt lebt eine Frau etwa ein Jahr im Schutzhaus, bevor sie sich sicher und gestärkt genug fühlt, den nächsten Schritt in ein selbstständiges Leben zu gehen.

Beratungsangebot

zu FGM/C

Eine Person mit dunkler Haut und geflochtenem Haar, die eine Wandzeichnung anbringt. Die Person trägt eine Jeansjacke und eine Maske. Es befindet sich eine grüne Pflanze im Vordergrund.

Seit 2025 ist FGM/C (Female Genital Mutilation/Cutting, weibliche Genitalbeschneidung) ein fester Bestandteil unseres Beratungsangebots.

Das Angebot richtet sich an:

  • betroffene Frauen und Mädchen

  • gefährdete Personen

  • Angehörige und Bezugspersonen

Die Beratung ist vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch anonym. Das Projekt wird durch die Soziallotterie Aktion Mensch gefördert.

Unser Angebot umfasst:

Rechtliche Aufklärung
Informationen zu Rechten, Schutzmöglichkeiten und rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.

Medizinische Anbindung
Vermittlung an spezialisierte medizinische Versorgungsangebote in Karlsruhe und Baden-Württemberg.

Psychosoziale Beratung
Unterstützung bei der Verarbeitung belastender Erfahrungen, Stärkung eigener Ressourcen und Begleitung in schwierigen Lebenssituationen.

Schulungen &

Sensibilisierung

Eine junge Frau erklärt auf einer Tafel deutsche Wörter, die mit den Buchstaben A bis F beginnen, zusammen mit englischen Übersetzungen.

Neben der direkten Beratung bieten wir Schulungen und Fachinformationen für Akteure im Hilfesystem an.

Unser Ziel ist es, Fachkräfte aus Sozialarbeit, Bildung, Gesundheit und Verwaltung für das Thema FGM/C zu sensibilisieren, ihre Handlungssicherheit zu stärken und den Schutz betroffener Mädchen und Frauen nachhaltig zu verbessern.